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Pressemitteilung: Verhandlungen über Ersatzobjekt gescheitert


SKET_Poliklinik
Seit über zwei Wochen ist das Gelände der ehemaligen SKET-Poliklinik in Magdeburg-Buckau vom Verfall befreit. Die BefreierInnen wollen dort ein Libertäres Zentrum aufbauen, in dem Menschen selbstbestimmt leben und vielfältige unkommerzielle Projektideen umsetzen können.

Am Dienstagmorgen scheiterten die Verhandlungen mit der Eigentümergesellschaft MDSE. Zuvor gab es ein Treffen zwischen VertreterInnen der Hausbelebung und der Geschäftsführung der MDSE, bei welchem den NeudefiniererInnen ein Ersatzobjekt angebotenen wurde. Bei diesem handelt es sich um ein marodes und denkmalgeschütztes Industriegebäude in der Schönebecker Straße. Als Bedingung für weitere Verhandlungen forderten die Geschäftsführer der MDSE die Beendigung der Belegung innerhalb der nächsten fünf Stunden. Dies lehnten die FreidenkerInnen ab, da die bedingungslose Räumung der Villa innerhalb weniger Stunden logistisch nicht möglich und politisch nicht tragbar sei. Die HausnutzerInnen fordern eine Bedenkzeit von zwei Tagen sowie ein realistisches Alternativobjekt anstelle der angebotenen Ruine. Die MDSE zeigt sich kompromisslos und kündigte an, die gewaltsame Räumung durch die Polizei in die Wege zu leiten.

Die NutzerInnen zeigten sich überrascht vom Ergebnis des Treffens. In früheren Gesprächen kündigte MDSE-Justiziar Bogendörfer an, dass eine freiwillige Räumung der Villa erst nach erfolgreich abgeschlossenen Gesprächen über das angebotene Ersatzobjekt erfolgen müsse. Diese Position wurde nun durch die Geschäftsführer der MDSE negiert.

Pressemitteilung/Aktueller Status

Hausbesetzung in Magdeburg: Verhandlungen laufen

Seit Samstag ist die Villa auf dem ehemaligen Poliklinik-Gelände in Magdeburg Buckau besetzt. Die BesetzerInnen wollen dort ein Libertäres Zentrum schaffen, in welchem vielfältige politische und kulturelle Projekte Platz finden sollen.

Bisher duldete die Polizei die Besetzung aufgrund ungeklärter Eigentumsverhältnisse. Seit Montag steht das Presseteam der Kampagne „Für ein libertäres Zentrum in Magdeburg“ in Verhandlungen mit dem Eigentümer des Industriegeländes, der Mitteldeutschen Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft mbH. Die MDSE gehört zu 100% dem Land Sachsen-Anhalt und ist dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt zugeordnet. Die Geschäftsführung erklärte, dass der Callcenter- und IT-Betrieb Regiocom eine Kaufoption auf das Gelände hat. Diese Aussage ist bisher nicht bestätigt. Die Geschäftsführung der MDSE stellte bereits Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs, gab jedoch an, diesen im Fall der sofortigen Beendigung der Besetzung zurückzuziehen.

Die BesetzerInnen erkärten, jede Eskalation der Situation vermeiden zu wollen. Sie halten jedoch an ihrer Forderung nach einem Libertären Zentrum fest und werden die Besetzung nicht aufgeben, bis konkrete Verhandlungen oder die Zusage zu einem Ersatzobjekt gegeben sind.