Archiv für Februar 2011

Neue Mailadresse

Wir benutzen jetzt die Mailadresse liz-md (at) riseup (punkt) net.
Bittet sendet keine Mails mehr an unsere alte Adresse!

Den aktualisierten PGP-Key findet ihr hier.

Liebig 14

L14-SolitransparentDie Liebigstraße 14 in Berlin soll am 2. Februar um 8:00 Uhr geräumt werden. Es wird zu vielfältigem Protest in Berlin und überall sonst aufgerufen.

Aktuelle Informationen zur Situation vor Ort findet ihr beim Twitter-Ticker @liebig14, ein Blog der Liebig 14 liegt unter liebig14.blogsport.de, unter l14soli.blogsport.de gibt es einen Soli-Blog, und hier findet ihr ein Flugblatt zur Situation der L14.

Wir solidarisieren uns an dieser Stelle ausdrücklich mit allen Menschen, die für den Erhalt des Projektes Liebigstraße 14 kämpfen. Die bevorstehende Räumung aus reiner Spekulationsgier entblößt die neoliberale Fratze der Berliner Städtebaupolitik. Eine Segregation der Bevölkerungsstruktur wird bewusst herbeigeführt; marginalisierte und geringverdienende Menschen gezielt verdrängt.

Es gilt, diesen Vorgängen in geeigneter Weise zu begegnen, denn entgegen anderslautender Beteuerungen durch die Politik sind diese Entwicklungen keinesfalls „alternativlos“, sondern hausgemacht.

Mahnwache am 11. Februar 2011

kommt zahlreich
Am 11. Februar vor dem Landgericht Magdeburg (Halberstädter Str.) wird eine Mahnwache anlässlich des Oury Jalloh-Prozesses stattfinden.
Ab 9:30Uhr erwarten wir euch mit Tee… KOMMT ZAHLREICH!

Filmabende im L!Z

Filme Februar 2011 Im Februar werden wir einige Filme anschauen:

Gebratene Tauben (8. Februar, 19 Uhr)
[30min. / Maman Salissou Oumarou und Rolf Teigler / 2009]
… fliegen nicht allen in den Mund. Der Film beschäftigt sich mit den Schwierigkeiten der Nahrungsmittelbeschaffung in einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise. Dabei werden neue Wege gesucht und gefunden – Drama, Komödie und Groteske liegen hier dicht beieinander.

Oury Jalloh (ebenfalls 8. Februar, 19 Uhr)
[35min. / Simon Jaikiriuma Paetau / 2008]
Der semi-dokumentarische Kurzfilm über die alltäglichen Repressionen gegenüber Flüchtlingen personalisiert die Thematik anhand des Schicksals von Oury Jalloh. Der Sierra-Leoner wird einem abgeschiedenen Asylbewerberheim bei Dessau zugewiesen und darf weder seinen Landkreis verlassen, noch arbeiten. Das Gefühl unerwünscht und gesellschaftlich isoliert zu sein bestimmt zunehmend seinen Alltag.

Zwischen Asyl und Abschiebung (28. Februar, 19 Uhr)
[40min. / Cine Rebelde / 2005]
Ein Dokumentation zum Leben in Flüchtlingswohnheimen

Fidan ist krank und allein gelassen, keiner hilft ihr. Sie weiß nicht, wie es weitergehen soll. Mohamed war noch ein Kind, als er nach Deutschland kam – er wurde wie ein Erwachsener behandelt. Bülent hatte sich Deutschland ganz anders vorgestellt – jetzt meint er, hier werden Träume und Hoffnungen zerstört.

Drei Beispiele von vielen. Menschen ergreifen das Wort und erzählen von ihrem Alltag in deutschen Asyl-Unterkünften. „Wir werden hier mit unseren Problemen an einem abgelegenen Ort völlig allein gelassen.“ Sie schildern, wie ihr Wunsch, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, bei den deutschen Behörden immer wieder an Grenzen stößt – aber auch, wie sie versuchen, daran nicht zu zerbrechen oder sich dagegen auflehnen.

Ein beliebiges Lager in einem (fast) beliebigen Landkreis… Der Respekt vor den Menschen und ihren Rechten gerät in Vergessenheit, aber nicht ganz!

Neun Flüchtlinge berichten in Interviews von ihren Erfahrungen und Träumen.