Zum Scheitern der Gespräche mit der MDSE

Wie bereits vor einigen Tagen berichtet, scheiterten die Gespräche mit dem Eigentümer des von uns besetzten Geländes. Es sollte über ein Alternativobjekt in der Schönebecker Straße verhandelt werden.

Einige Menschen der Kampagne „Für ein Libertäres Zentrum in Magdeburg“ führten gemeinsam mit der Geschäftsführung der MDSE eine Besichtigung des Alternativobjektes durch. In Gesprächen vor der Besichtigung war mit dem MDSE-Justiziar Bogendörfer vereinbart worden, dass den BesetzerInnen – sollten sie Verhandlungsbereitschaft signalisieren – ein Kauf des Objektes für einen symbolischen Euro ermöglicht werden sollte. Dieser Kaufpreis entspräche dem Marktwert des sich in schlechtem Zustand befindlichen denkmalgeschützten Gebäudes. Das Kaufangebot war zuvor ferner daran geknüpft, dass die BesetzerInnen das Gelände der ehemaligen Poliklinik räumen würden, sobald die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen seien.

Alternativobjekt Alternativobjekt

Nun entschieden die Eigentümer bei der Besichtigung jedoch nicht nur, dass hier, entgegen früher Auskünfte, über ein Gebäude ohne zugehöriges Gelände gesprochen wurde (Zukauf für 35 Euro/qm freilich möglich!). Auch die in Aussicht gestellten Verhandlungen würden nur stattfinden, sofern die Villa innerhalb von ca. 5h (bis 16 Uhr nachmittags am 2. Juni) geräumt würde. Abgesehen von der logistischen Unmöglichkeit, das Gelände innerhalb solch kurzer Zeit zu räumen, hätte unser Entscheidungsorgan, das basisdemokratisch organisierte und im Konsens entscheidende Hausplenum, innerhalb dieser kurzen Zeit nicht zusammentreffen können (einige Kampagnenmitglieder gehen geregelten Arbeiten nach, andere sind Studenten, etc.).

Während nkotb behauptet, die BesetzerInnen hätten keine Vorstellungen von der benötigten Objektbeschaffenheit gehabt und wären darum entscheidungsunfähig gewesen, ist genau das Gegenteil der Fall.

hätten die BesetzerInnen zum anderen klare Vorstellungen davon gehabt, welche Anforderungen sie an ein Gebäude stellen, hätten sie nicht auf 2 Tage Bedenkzeit bestehen müssen.

Eben weil konkrete Pläne und eine konsensual erarbeitete Konzeption eines Libertären Zentrums existierten, wurde Bedenkzeit benötigt: Zum Einen gab es Zweifel, ob das angebotene Haus genug Platz für die Umsetzung unserer Ideen böte. Zum Anderen benötigen wir zur Umsetzung unseres Konzeptes eine größere Freifläche, auf der ein Garten und Wagenplatz angelegt werden können. Da im Angebot der MDSE keine solche Fläche enthalten war (und uns dieser Umstand erst 5h vor der geforderten Räumung offenbart wurde!), hätte im Plenum entschieden werden müssen, ob man auf diese (von einigen als essenziell erachtete) Projekte hätte verzichten können und wollen.

Es ist also mitnichten der Fall, dass wir das Angebot für ein Alternativobjekt abgelehnt hätten. Uns wurde schlichtweg keine Möglichkeit eingeräumt, über dieses Angebot zu befinden.


16 Antworten auf „Zum Scheitern der Gespräche mit der MDSE“


  1. 1 Denkverbot 08. Juni 2009 um 23:28 Uhr

    Ihr schreibt:
    „Zum Einen gab es Zweifel, ob das angebotene Haus genug Platz für die Umsetzung unserer Ideen böte.“

    Das Objekt umfasst grob geschaetzt ca. drei bis viertausend Quadratmeter Nutzflaeche.
    Der Mehringhof in Berlin ist nur wenig groesser.
    Man fragt sich unwillkuerkich, ob hier manche an Realitaetsferne oder gar Groessenwahn leiden.

    Ihr schreibt weiterhin:
    „Zum Anderen benötigen wir zur Umsetzung unseres Konzeptes eine größere Freifläche, auf der ein Garten und Wagenplatz angelegt werden können. Da im Angebot der MDSE keine solche Fläche enthalten war (und uns dieser Umstand erst 5h vor der geforderten Entscheidung offenbart wurde!), hätte im Plenum entschieden werden müssen, ob man auf diese (von Einigen als essenziell erachtete) Projekte hätte verzichten können und wollen.“

    Meine Guete!
    Darueber haette man in Ruhe verhandeln koennen.
    Was ist dagegen einzuwenden, Freiflaeche zu pachten? Es muss ja nicht gleich Kauf sein.
    Nur haette man dazu aber erst einmal das Angebot der MDSE annehmen muessen, um quasi einen Fuss auf das Land bekommen zu koennen.

    Reisst euch bitte zusammen, es geht nur mit Kompromissen.
    Auf Maximalforderungen zu beharren, vorprogrammiert das Scheitern.

    Bitte ueberdenkt Eure ablehnende Entscheidung.
    Solltet Ihr zum Schluss kommen, dass das Angebot der MDSE doch annehmbar waere, geht schnellstens auf diese zu. Ich bin mir recht sicher, dass die MDSE positiv reagieren wird, nach all der Geduld, die sie bisher schon gezeigt hat.
    Viel Zeit habt Ihr nicht mehr.

    Wenn geraeumt worden ist, ist es zu spaet, und Ihr koennt dann noch viele Jahre dieser verpassten Riesenchance nachtrauern.

    Weitere Anmerkungen in meinem Kommentar bei nkotb’s Artikel.

  2. 2 nkotb 08. Juni 2009 um 23:33 Uhr

    ohne das jetzt bewerten zu wollen, aber in den Augen der MDSE seit wohl einfach zu unflexibel und wollt wahrscheinlich auch zu viel. seht’s mal von ihrer Seite: ihr besetzt ein Objekt von denen und die denken sich, dass ihr auf jeden Fall im Unrecht seid. dann bieten sich euch Ersatz an und ihr sagt, dass ihr das erstmal basisdemokratisch aushandeln müsst. nur haben solche Unternehmen nunmal kein Verständnis für sowas. bei denen geht es nicht darum, dass sich jede/r frei entfalten kann. klar kann man das kritisieren, aber es ist nunmal so. also müsst ihr euch entweder darauf einstellen, dass sie andere Interessen verfolgen, als ihr und versucht euer Objekt zu bekommen. oder ihr macht erstmal ein paar Schulungen mit denen und versucht ein „besseres“ Unternehmen aus der Gesellschaft zu machen. nur dann könnt ihr euch das Haus für die nächsten Jahre abschminken. was ich sagen will: un Erfolg zu haben, hättet ihr euch auf die Denke des Unternehmens einlassen müssen. euer Freiraum-Anspruch interessiert die nunmal nicht.

  3. 3 besucher 09. Juni 2009 um 1:15 Uhr

    ich krieg gleich ne krise bei diesem nkotb
    schlag doch gleich vor n kredit aufzunehmen, bei sonnem großgrundbesitzer im anzug anzutanzen und bei nem glas champus den kaufvertrag fürn großes eigenheim zu unterschreiben

    ich finds ehrlich ne frechheit von dir ohne irgend einen plan vom projekt oder den leuten nach 3 wochen besetzung zu meinen hier alles besser zu wissen

    ich will n großes lob an die besetzer aussprechen
    schön das ihr durchhaltet und schön das ihr versucht durch demos und kundgebungen auf euch aufmerksam zu machen
    wenn solsche parteiischen zeitungen wie z.B. die VOLKSSTIMME sämtliche presse über euch verweigern

  4. 4 jo 09. Juni 2009 um 2:15 Uhr

    hausbesetzer und regeln!!! das jeht auch relativ ohne …“regeln“ ….und das ersatz“tei“ ist jenau so jut wie jede andere schrott ruine. denn können“wir auch alle bleiben“ !!!

  5. 5 nkotb 09. Juni 2009 um 10:50 Uhr

    @besucher: kannst du auch argumentieren? das unternehmen hat nunmal seine eigenen vorstellungen, die sind nicht zum häuser verschenken da und darauf muss man sich einstellen. das kannst du ja gern scheiße finden, aber verhandlungen laufen i.d.r. auf kompromisse hinaus und man sollte sich schon im klaren darüber sein, mit wem man an einem tisch sitzt. und dann kann man eben nicht erwarten, dass die mdse ein „libertäres zentrum“ geil findet und häuser in 1a zustand verschenkt.

  6. 6 Libertäres Zentrum Magdeburg 09. Juni 2009 um 14:09 Uhr

    Das „Angebot“ der MDSE war erstens kein geeignetes Ersatzobjekt. Das Gebäude hätten wir auch ohne Besetzung zu jedem anderen Zeitpunkt kaufen können, da es keinen Wert besitzt. Wenn nkotb meint, die Industrieruine denkmalgerecht sanieren zu können und mal eben 70.000€ für einen mittelgroßen Garten auf den Tisch zu legen – dann bitte, kauf das Teil. Die MDSE ist froh wenn sie es los ist.

    Zweitens hat uns die MDSE in den Verhandlungen die Pistole auf die Brust gesetzt – sie ist bezüglich des Geländes keinen Schritt auf uns zugegangen und wollte eine Entscheidung inerhalb weniger Stunden erzwingen.

    Es war die einzig richtige Entscheidung das Angebot abzulehnen und der ‚Friss oder stirb‘ Attitude der MDSE die angemessene Antwort zu geben: Wir bleiben alle!

    einer der hausbesetzer

  7. 7 Pink Panther 09. Juni 2009 um 15:43 Uhr

    verhandlungen laufen i.d.r. auf kompromisse hinaus

    Richtig. Da aber vor dem Termin des Scheiterns überhaupt noch keine Verhandlungen statt gefunden haben (es war von Seiten der MDSE ausdrücklich die Rede von „Gesprächen“, nicht von „Verhandlungen“), ist dieses Detail offenbar der MDSE-Seite entgangen. Indem die MDSE-Unterhändler ihr eigenes „Angebot“ (es war ja keins, da es sich vorher nur um Gespräche handelte) gleich zu Anfang zusammen strichen, konnte von einem nachfolgenden Kompromiss kaum eine Rede mehr sein.

    und man sollte sich schon im klaren darüber sein, mit wem man an einem tisch sitzt

    Ebenfalls richtig. Die MDSE arbeitet profitorientiert und verschenkt nichts, auch nicht für 1€ Marktpreis. Aus genau diesem Grund frage ich Dich: schließst Du Verträge, die in ihrem Effekt Kosten in Höhe von vielen 100.000€ verursachen können (für die Sanierung, laufenden Steuern und Gebühren) mal eben aus dem Stegreif ab? Unter dem Druck einer 5 Stunden Frist? Ohne vorherige Gutachten, Prüfung von Bebauungsplanungen angrenzender Gelände usw.? Beispielsweise lagen keinerlei konkrete Aussagen zum Denkmalschutz vor. Wenn ja, dann bist Du möglicherweise ein guter Kunde für diese MDSE-Immobilie. Greif zu ;).

  8. 8 juchhu 09. Juni 2009 um 16:02 Uhr

    „seht’s mal von ihrer Seite: ihr besetzt ein Objekt von denen und die denken sich, dass ihr auf jeden Fall im Unrecht seid. dann bieten sich euch Ersatz an und ihr sagt, dass ihr das erstmal basisdemokratisch aushandeln müsst. nur haben solche Unternehmen nunmal kein Verständnis für sowas. bei denen geht es nicht darum, dass sich jede/r frei entfalten kann“
    also nkotb: vielleicht haben hausbesetzerInnen gar nicht vor nach den regeln des kapitalismus zu handeln…
    und an dich „Denkverbot“ : nochmal deutlich. DAS ANGEBOTENE OBJEKT WURDE OHNE; LESE GENAU: OHNE FREIFLÄCHE… also keine „ca. drei bis viertausend Quadratmeter Nutzflaeche“ angeboten. und als zusätzliche information für dich… es ging expliziet um kaufen. die MDSE vermietet und verpachtet und so weiter und so fort NICHT.
    unglaublich was manche leute hier denken wie blöd alle anderen auf dieser welt doch sind.

  9. 9 lahma 09. Juni 2009 um 16:34 Uhr

    >Denkverbot

    lest den kommentar bei nkotb von denkverbot und dann fragt euch mal, woher denkverbot so nen immo-slang hat und so viele kenntnisse über das gebäude. und wieso er die MDSE gut dastehen lassen will.

    denkverbot ist einer von der MDSE.

  10. 10 Pink Panther 09. Juni 2009 um 16:39 Uhr

    also keine „ca. drei bis viertausend Quadratmeter Nutzflaeche“ angeboten

    Ich denke, Denkverbot meinte damit nicht die Freifläche, sondern die nutzbare Fläche des Hauses.

    An alle: Schön, dass so viel Interesse am Squat besteht. Diskutieren ist ne feine Sache. Aber: cool down. Konstruktives Schreiben bringt mehr als sich (gegenseitig) rumzuärgern. Squatten soll auch Spaß machen.

  11. 11 Pink Panther 09. Juni 2009 um 16:44 Uhr

    denkverbot ist einer von der MDSE.

    Nein, da müsste ich mich schon sehr täuschen. Ich kenne Denkverbot vermutlich (ich erkenne seine Schreibe) und seine Kenntnisse und Besorgnisse haben wohl andere Hintergründe.

  12. 12 Denkverbot 10. Juni 2009 um 4:19 Uhr

    (Sorry fuer die Laenge des Beitrags)

    Ich will ganz klar sagen, was mich an der Sache bewegt und warum ich diese Beitraege geschrieben habe.
    Mir liegt viel daran, dass es klappt mit dem Projekt. Mein Traum waere, dass wir es schaffen, quasi einen Magdeburger Mehringhof aufzubauen. Das ist ja auch die Zielsetzung des Squats (siehe Menuepunkt „Ziele“). Ein solches Zentrum bietet Raum fuer soziales und politisches Engagement. Und sowas fehlt in Magdeburg extrem. Dieses Problem ist auch der Stadtverwaltung bewusst und auch darin sehe ich einen der Gruende, warum soviel Geduld staatlicherseits geuebt wird. Nicht umsonst wird ja gerade in MD krampfhaft versucht, die Menschen zu freiwilliger gesellschaftlicher Initiative zu bewegen.

    Seit den fruehen 80ern bin ich in der Scene und habe reichlich Hausbesetzungen, Erfolge wie Misserfolge, beobachten koennen.
    Also bin ich schon fast ein alter Mann. Ich habe gelernt, dass es besser ist, nicht mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, sondern auch ein wenig pragmatisch zu sein und sich in die Lage der Gegenseite zu versetzen.

    So habe ich den Eindruck, dass wir mit der MDSE als „Verhandlungsgegner“ sehr grosses Glueck haben. Es handelt sich nicht wirklich um ein privatwirtschaftliches profitorientiertes Unternehmen, sondern eher um eine staatliche Stadt/Landentwicklungs-Treuhand. Haetten wir es mit einem kapitalistischen Unternehmen zu tun, waere wohl eher die „Berliner Linie“ durchgezogen worden.

    Dass das Ersatzobjekt zum Preis von 1 Euro und nicht zum Verkehrswert angeboten wird, liegt wohl auch daran, dass die Stadtplanung fuer Buckau als zentrales Ziel verfolgt, die Schoenebecker Str. durch Beseitigung des Leerstands wiederzubeleben, damit sich von dort aus die Belebung in die anliegenden Gebiete ausdehnt.
    Dass diese Objekte an „jedermann“ verkauft werden wuerden, bezweifle ich sehr, denn zwecks Erfuellung des staedtebaulichen Ziels muessen Investoren normalerweise entsprechend ausgearbeitete Nutzungs- und Finanzierungskonzepte nachweisen.
    Insofern ist es ein grosses Glueck, ein solch feines Objekt angetragen zu bekommen.

    Da wir ja zu einer Einigung kommen wollen und ein Objekt bekommen wollen, um den gewuenschten offenen, angstfreien Raum zu schaffen, in dem jeder sich entfalten kann, nuetzt es gar nichts, die Gegenseite „schlecht“ zu machen.
    So geht es mir ganz massiv gegen den Strich, wenn ich den Eindruck haben muss, dass die „goldene Regel“ gegenueber der MDSE nicht eingehalten wird. Sehr haeufig sind Gespraeche und Verhandlungen gescheitert, wenn die Oeffentlichkeitsarbeit von Besetzern der Gegenseite das Gefuehl vermittelt hat, diffamiert zu werden. Solche Fehler sind voellig unnoetig und eigentlich leicht vermeidbar.
    Daher komme ich angesichts dessen, was mir bekannt ist, aus Grundsaetzen der Fairness nicht umhin, die Gegenseite in Schutz zu nehmen.

    Viel mehr haette es genuetzt, wenn der Gegenseite (und der Oeffentlichkeit!) gleich zu Beginn der Eindruck vermittelt worden waere, man wuerde sich das angebotene Ersatzobjekt intensiv ansehen und die notwendigen Untersuchungen, Pruefungen und Recherchen durchfuehren, um eine abschliessende Entscheidung treffen zu koennen. Dann waere die MDSE sicherlich auch kooperativ und wuerde dabei mithelfen. Schliesslich kennt sie Vornutzung, etwaige Altlasten, Denkmalschutzauflagen und dergleichen. Doch dazu muss man erstmal das entsprechende Interesse zeigen. Dann waere der Sprung von „Gespraechen“ zu „Verhandlungen“ halb geschafft.

    Doch so wie die Ablehnung und deren Begruendung rueberkommt, muss die MDSE sich ja wohl fragen, wie ernsthaft man sich denn mit dem Ersatzangebot befasst haben mag.

    Es gibt nicht allzuviele abgeschlossene Objekte in Buckau auf Gewerbegebiet, die all diese Bedingungen erfuellen, weitgehend altlastenfrei und noch in baulich einigermassen brauchbarem Zustand sind. Man kann also nicht allzu waehlerisch sein. Es muss ja schon deshalb reines Gewerbegebiet sein, da der Projektbestandteil des Gartens fuer Konzerte, Veranstaltungen und zum naechtlichen Feiern wegen der zulaessigen Laermemissionen in Misch- oder Wohngebieten kaum umsetzbar sein wird. So ist die Auswahl in Wirklichkeit recht klein.

    Wenn es zu einer Einigung kommt und wir ein Objekt bekommen, bin ich jedenfalls bei den notwendigen Arbeiten dabei.

    Euer Stefan

    @juchhu
    „vielleicht haben hausbesetzerInnen gar nicht vor nach den regeln des kapitalismus zu handeln…“
    Ob man das wahrhaben will oder nicht, man muss sich in einem gewissen Masse arrangieren. Es geht ja darum, einen Freiraum zu schaffen, der nicht profitorientiert ist. und um den zu bekommen, ist eine gewisse Kooperation mit dem kapitalistischen System unvermeidbar. Mir waere es auch anders lieber, aber wir haben hier den real existierenden Kapitalismus.
    Zum Thema „Nutzflaeche“ siehe Pink Panthers Anmerkung.
    Weswegen bist Du eigentlich so ueberzeugt, dass die MDSE keine Freiflaeche verpachtet? Das letzte Wort ist definitiv noch nicht gesprochen. Die MDSE hat einen oeffentlichen Auftrag, mitzuhelfen bei der Belebung der Stadt, und wenn das nur ueber Verpachtung zu erreichen ist, dann wird die MDSE das im oeffentlichen Interesse wohl auch tun.

    @lahma
    Was ist denn so schlimm am „Immo-Slang“? Wenn man sich in einem Fachgebiet betaetigt, benutzt man auch das entsprechende Vokabular. Ich habe zeitweise in der Immobilienbranche gearbeitet und seit einigen Jahren ist mein Taetigkeitsschwerpunkt in der Altbausanierung.
    Und nein, Du irrst, ich bin nicht von der MDSE… *breitgrins*

    @Pink Panther
    „Konstruktives Schreiben bringt mehr als sich (gegenseitig) rumzuärgern. Squatten soll auch Spaß machen.“
    So ist es.
    Ich will auch niemand aergern. Und ich hoffe, dass meine Kritik konstruktiv ist, auch wenn sie vielleicht hart ist. Es geht um die Sache, und ich faende es sch…., wenn das daran scheitert, dass die Gegenseite unnoetig vor den Kopf gestossen wird. Es ist auch nicht meine Absicht, irgendjemand anzupinkeln. Wenn sich jemand angepinkelt fuehlen sollte, waere es nett, mich persoenlich anzusprechen.

    @alle
    Schoen waere, wenn es gelingt, die Zersplitterung und Sektierei in der Magdeburger Linken durchzubrechen.
    Daher ist Toleranz wichtig. Ueber die Atomisierung in AAMD, AIP, GIS, ZK und was es noch alles fuer Grueppchen geben mag, kann ich als Zugezogener nur verstaendnislos den Kopf schuetteln. Dass Leute, die sich einig sind in der Ablehnung von Sexismus, Rassenhass, Faschismus und sonst auch weitgehend politisch uebereinstimmen, sich gegenseitig bewaffnet angreifen, ist Irrsinn. Das ist Intoleranz pur.
    Deswegen bitte ich nkotbs Klage ueber die Anpoebelei durch Andere ernstzunehmen.
    Sowas sollte nicht passieren.
    Autonom = unabhaengig. Also unvereinbar mit jeglicher „Linientreue“. Wenn Leute wegen der Aeusserung unpopulaerer, aber begruendeter Kritik und Meinungsunterschieden vergrault werden, dann ist das nicht mehr libertaer. Wer wegen abweichender Meinungsaeusserung rausgesetzt und unter Gewaltandrohung vertrieben wird, wie es mir einmal bei einer Veranstaltung im Infoladen in der Puschkinstr. ergangen ist, wird sich dort nicht mehr [angst]frei bewegen. Wer andere nur wegen Meinungsunterschieden koerperlich angreift, ist ein Fanatiker, nicht besser als ein Nazischlaeger.
    Deswegen finde ich dieses Prinzip des Libertaeren Zentrums „Gebt Euch die Hand, respektiert euch, soehnt euch aus und arbeitet zusammen“ so gut.
    Hoffentlich bleibt das so.

  13. 13 juchhu 10. Juni 2009 um 11:10 Uhr

    hallo @Denkverbot…
    ich gebe dir in groben zügen wirklich recht. zu meinen beitrag den du komentierst: natürlich geht es selten mit dem kopf durch die wand und auch ich bezweifle, dass hausbesetzung im real existierenden Kapitalismus langfrisitig zum ziele führt. allerdings halte ich es für falsch, ständig nach ihren regeln zu spielen. weil so werden wir die zustände nie aufbrechen, wir werden zwangsläufig zum „lumpenproletariat“ verkommen.
    ständig nur jammern was alles scheiße läuft ist ähnlich einem ertrinkenden kind zuzurufen wie man schwimmt.also doch lieber alternative lösungswege suchen. auch wenn mensch mal in eine sackgasse rennt, wird mensch daraus etwas mitnehmen und lernen.

    was mich in all diesen kommentaren wirklich stört, ist der umgang der leute miteinander. ich glaube, so würden die meisten unter uns nie miteinander reden. ich merke auch an mir, wie schnell und leicht das ist anonym zu pöbeln und ich muss ständig aufpassen nicht in das selbe muster zu fallen. ich fürchte dies ist mir in zügen nicht gelungen, in zügen aber auch doch. häufiger löschte ich schon anmerkungen von mir die einfach genau das geworden wären was ich am umgang hier scheiße finde.
    mal luft holen, nochmal lesen und vielleicht erst dann auf „senden“ gehen. kommt total gut…

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