nkotb zum libertären zentrum

auch kritische anmerkungen wie voll gegen die wand lesen wir natürlich gerne.


6 Antworten auf „nkotb zum libertären zentrum“


  1. 1 blub 08. Juni 2009 um 22:32 Uhr

    nazi, bulle oder neider?

    ich bin besucher des projekts und habe eine woche dort verbracht
    und kann deinen bericht in keiner weise bestätigen

    beim lesen habe ich mir ernsthaft die frage gestellt ob du jemals auf dem gelände gewesen bist und dich mit den leuten unterhalten hast oder ob deine infos eine mischung aus erzählungen, durchs tor gucken und der homepage sind

    da ich nicht einfach infos über verhandlungen schreiben kann da diese intern sind und das eine sache der gruppe ist sag ich nur soviel und das kann man aus den news herauslesen: die verhandlungen über ein ersatzobjekt sind nicht hauptsächlich wegen der bedenktzeit gescheitert sondern weil es sich bei dem Ersatzobjekt um eine Ruine handelt und diese abgelehnt wurde!

    zum vereinsgründen überleg erstmal selbst ob deinen namen und adresse mal kurz rausrückst weil dir suggeriert wird das dann alles glatt läuft also ich bitte dich…es handelt sich hier um besetzung, hausfriedensbruch, eine straftat
    so eine vereinsgründung steht an letzter stelle nach abschluss einer verhandlung und ich finds gut das über sowas in der zwischenzeit diskutiert wird

    und zum letzten punkt das du hier versuchst wieder diese diskussion antideutsch antiimp anzubringen zeigt das du echt noch nicht beim haus warst, immerhin besteht die gruppe aus beiden „gruppierungen“ und bei den besuchern ist das ebenso

    eins hast du allerdings richtig erkannt, es gab noch keine auseinandersetzungen aufgrund der unterschiedlichen einstellungen

  2. 2 Libertäres Zentrum Magdeburg 09. Juni 2009 um 17:11 Uhr

    immerhin besteht die gruppe aus beiden „gruppierungen“

    Danke für Deine Unterstützung. Leider ist diese Aussage aber nicht richtig: die BesetzerInnengruppe besteht aus keiner dieser beiden „Gruppierungen“. Aber es haben tatsächlich „Gruppenmitglieder“ beider Gruppen in friedlicher Koexistenz die Villa besucht, was ich erst mal knorke finde.

  3. 3 hansi 09. Juni 2009 um 22:03 Uhr

    Hab ich gerade gefunden: Gibt auch andere Stellungnahmen zum Haus.

  4. 4 nkotb 10. Juni 2009 um 10:32 Uhr

    ja, ich war da. ja, ich habe dort mit leuten geredet.

    ich habe nicht gesagt, ihr müsst einen verein gründen. ich habe geschrieben, dass ihr euch das auch früher hättet überlegen können und solche wichtigen diskussionen im vorfeld hätten geführt werden sollen. richtig lesen!

  5. 5 Pink Panther 10. Juni 2009 um 14:44 Uhr

    solche wichtigen diskussionen im vorfeld hätten geführt werden sollen

    Woher hast Du die Information, sie seien nicht geführt worden?

  6. 6 Isi 14. Juni 2009 um 22:59 Uhr

    Eine Linke und die Gewaltfrage

    Wenn jemand die Besucher eines libertären Zentrums als „Antisemiten, Sexisten und homophobe Arschlöcher“ tituliert, ist das zwar bedauerlich und mit Sicherheit nicht links, aber es ist auch nicht links, wenn dieser jemand jedem Besucher stattdessen eine Brause ausgibt. Pöbeleien wie auf diesem Blog sind eben nur schäbig und irgendwie blöd, aber als warmherzige und tolerante Linke und eher zufällige Zielscheibe (und weil ich Pöbeleien gegen Linke von Linken für so überflüssig halte wie sonst nichts), möchte ich nicht, dass man diesen Unsinn mit einer Stellungnahme auf diskutables Niveau erhebt oder sich gar noch zu Herzen nimmt. (Anders sieht es da natürlich mit sachlicher Kritik aus, aber die ist auf diesem Blog nicht zu finden.)

    Möchte ich mich also gegen jeden wehren, der blödsinnige Politpolemik gegen Linke betreibt, verschwende ich Energie, die im Projekt viel besser aufgehoben ist.

    Links zu sein, ist ein sympathisches Selbstbekenntnis, aber begründet keine „Fraktionszwänge“. Nur ist das richtige Maß in Kritik und Widerspruch wichtig und politische Ausgrenzung ist nie eine akzeptable Antwort, sondern Ausdruck empfundener Ohnmacht – in diesem Fall gegen erlebte Bedrohungen auf der einen Seite wie auch gegen unbewiesene, beleidigende Behauptungen auf der anderen Seite, wie man hier lesen kann.

    Beschimpfungen gegen Linke durch Linke mögen persönlichen Hintergrund haben, aber einen anderen Effekt, als Linke zu beleidigen, ergibt sich daraus nicht. Hat man mit dem Text „voll gegen die Wand“ etwas anderes versucht, dann hätte man auch die Überschrift anders formulieren müssen. Aber nicht zielführend formulieren zu können, erspart auch keine Kritik. Und hier ist das dann meine. Ich sehe darum die Frage zur Positionierung derartiger „Kritik“ an der radikalen Linken im politischen Raum als hinfällig an: Die Kritik an Repression, Rassismus, Nationalstaaten und Regierungspolitik haben alle Linke doch sowieso schon auf dem Plan und sind damit gut beschäftigt. Das Hetzen gegen bestimmte Projekte wie eben das libertäre Zentrum kann über die bisherige Zusammenhanglosigkeit auch nicht hinweg täuschen und ist im Rahmen privater Meinungsäußerung durchaus zulässig. Das macht es aber nicht besser. Mehr als festzustellen, dass der Blogger wohl am friedlichen Miteinander und etwaiger Zusammenarbeit nicht interessiert ist, bleibt da kaum.

    Erlebte Bedrohungssituationen „immer wieder“ neu zu beleben und als Rechtfertigung fragwürdigen Verhaltens – wie jener Text es nun mal ist – auszugeben, mag zwar bei Nationalstaaten funktionieren, aber verschafft keinen Vorteil auf der Jagd nach Definitionshoheit. Die angeblich „immer wieder“ auftretenden „Anfeindungen“, sollten da als Argument schon nachgewiesen werden, wenn man glaubwürdig bleiben will. Und Aversionen gegen Gruppenmitglieder sind weder links noch politisch – selbst wenn alle Beteiligten Linke sind. Aber man weckt so oder so keine Sympathien für die eigene Position, wenn dem Empfänger derartiger Avancen voreilig ein Mangel „Empathievermögen“ unterstellt wird! Da noch freundlich zu bleiben, ist nicht leicht.

    Aber es ist auch nicht zu dulden, wenn Linke sich gegenseitig als Rassisten/Schläger/Rudelbumser/Karruselbremser oder Herdentiere „outen“. In Sachen Polemik nehmen sich also beide Seiten nichts. Dass es auch persönliche Übergriffe gab, ist bekannt, aber dass man darum die politische Zusammenarbeit in Gruppenzusammenhängen verweigert, ist keinesfalls zwangsläufig. Und ja, ich finde, es ist zu erwarten, „dass man sich neben diejenigen Personen stellt, von denen man immer wieder bedroht wurde.“, weil auch linke Politik kein Wohlfühlverein ist, in dem es um zwischenmenschliche Befindlichkeiten geht!

    Und schon allein, weil Linke die Guten sind und auch sein wollen, sollte ihr Tun auch effektiv und effektvoll sein. Prügel gehört aber nicht zu den idealisierungsverdächtigen Praktiken, wie Hetze und unbewiesene Behauptungen eben so wenig.

    MfG

    Isi

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