Archiv für Juni 2009

Emsig wie die Bienen

Eine ganze Reihe von Projekten wurde durch die BesetzerInnen während des Bauwochenendes in Angriff genommen: Reinigung von verstopften Dachrinnen und Reparatur von Fallrohren; weitere Dach- und Fensterreparaturen; Zusammenbau einer freundlicherweise gesponsorten Photovoltaikanlage; Bau eines Lehmofens für lecker Steinofenpizza; erste Schritte zum Anlegen eines Gemüsegartens; Bau eines Tresens für den Feierabend. Danke an die Unterstützer, die dabei mitgearbeitet haben!

Hier einige Bilder.

Regenrinnenreinigung Fenster reparieren

Tresen bauen Solarpaneele

Gartenarbeit Lehmofenbau

Einladung zum Bauwochenende

Liebe Freunde, BesetzerInnnen und Piraten!

DachSeit Beginn der Besetzung wurde schon einiges am Haus repariert, zuletzt wurde das Dach dicht gemacht. Um das Libertäre Zentrum weiter auszubauen, veranstalten wir kommendes Wochenende ein Bauwochenende. Etliche kleine Baustellen im Haus, auf dem Dach und im Garten sollen angegangen werden. Dafür benötigen wir eure Unterstützung: Kommt vorbei und helft uns. Mitbringen solltet ihr Schlafsäcke und Isomatten, für alles andere ist gesorgt. Am Samstag gibt’s dazu Konzert und Party.

Falls ihr mit Auto oder Schiff kommt, könnt ihr gerne auch Werkzeug, Baumaterialien oder Lebensmittel mitbringen. Hier eine Anfahrtsbeschreibung für BahnfahrerInnen.
Dach

Offener Brief an den Oberbürgermeister

Sehr geehrter Herr Dr. Trümper,

am 16. Mai 2009 wurde im Rahmen unserer Kampagne „Für ein Libertäres Zentrum in Magdeburg“ die seit 15 Jahren leerstehende ehemalige SKET-Poliklinik in der Freien Straße besetzt. Mit dieser Maßnahme konnten wir erfolgreich auf unser Anliegen, die Schaffung eines „Libertären Zentrums“, aufmerksam machen. Die HausbesetzerInnen informierten Sie über das Ziel der Kampagne am 18. Mai bei einer Veranstaltung beim Urania e.V. sowie während der Stadtratssitzung am 28. Mai. Das Libertäre Zentrum soll ein Wohn- und Projekthaus werden, in dem Menschen selbstbestimmt leben können und in dem es genug Raum für vielfältige kulturelle, soziale und politische Projekte gibt. Ein detaillierter Einblick in die Projektidee wird Ihnen im anliegenden Kurzkonzept vermittelt.
Seit nunmehr vier Wochen dient das besetzte Haus als kultureller Veranstaltungsort, in dem Konzerte, Lesungen, Straßenfeste, Kinoabende, Volxküchen und Vieles mehr stattfanden und -finden. Die Kampagne „Für ein Libertäres Zentrum in Magdeburg“ wird von verschiedenen etablierten Akteuren des kulturellen und politischen Lebens in Magdeburg unterstützt. Im Buckau selbst stellten VertreterInnen der Kampagne die Hausbesetzung sowie die Idee eines Libertären Zentrums auf der Sitzung der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit am 2. Juni vor und stießen dabei auf Interesse und Sympathie.
Wie schon während der Urania-Veranstaltung sowie in der BürgerInnen-Fragestunde mitgeteilt, würden wir uns sehr darüber freuen, wenn die Stadtverwaltung ernsthaftes Interesse an unserem Projekt signalisieren und uns in unserem Vorhaben unterstützen würde. Wir führen unsere Kampagne nicht zum Selbstzweck durch, sondern möchten die Stadt um einen bisher nicht vorhandenen kulturellen Aspekt bereichern.
Während eines Gesprächs mit Herrn Alfred Westphal wurde uns mitgeteilt, dass von Seiten der Stadt eine juristische Person und ein Konzept notwendige Bedingungen für weitere Gespräche über ein Ersatzobjekt sind. Es konnte daraufhin erreicht werden, dass der „Sinnflut e.V.“ die Kampagne „Für ein Libertäres Zentrum in Magdeburg“ als juristische Person vertritt und autorisiert ist, für die Kampagne Verträge zu unterzeichnen. Wir hoffen, dass die Stadtverwaltung uns nunmehr bei der Suche nach einem geeigneten Objekt unterstützt.

Die Stadt Magdeburg ist im Besitz etlicher leerstehender Liegenschaften und Gebäude, von denen einige für die Schaffung eines Libertären Zentrums sicherlich geeignet sind. Wir, die Kampagne und deren UnterstützerInnen, möchten Sie bitten, sich in die Gespräche über ein städtisches Ausweichobjekt einzubringen und sich für den erfolgreichen Ausgang der Verhandlungen einzusetzen. Gerne stellen wir Ihnen unser Konzept in einem persönlichen Gespräch vor. Wir sehen dies auch als eine Maßnahme, ggf. vorhandene falsche Vorstellungen unseres Projektes abzubauen.
Mit freundlichen Grüßen

Kampagne „Für ein Libertäres Zentrum in Magdeburg“

Übergriff durch Polizisten in Zivil [Pressemitteilung]

Am Mittwoch Nachmittag erreichten die Provokationen durch zivile Einsatzkräfte der Polizei ihren bisherigen Höhepunkt: Nachdem die zwei Beamten der Abteilung Staatsschutz aus ihrem Dienstfahrzeug heraus eine Stunde lang das Eingangstor observiert und die Menschen dahinter beleidigt hatten, folgten sie einer Radfahrerin in der Freien Straße und rissen sie ohne Vorwarnung zu Boden.

Die Gewalttäter sind keine Unbekannten: Seit der Besetzung der ehemaligen SKET-Poliklinik überwachen Beamte der Magdeburger Polizei in einem silbernen Mercedes (MD-E259) fast täglich den neu entstandenen Freiraum. Sie sammeln Personalien und fertigen immer neue Fotoserien vom besetzten Gelände an. Diese Art der Überwachung ist dermaßen penetrant und nervtötend, dass die Vermutung nahe liegt, die Herren Staatsschützer nutzten die Hausbesetzung als Austragungsort ihres mittlerweile persönlichen Kampfes gegen die linke Szene.

Wir fordern die Polizei auf, die andauernden Provokationen sofort zu beenden. Wir dulden keine Polizeigewalt und werden einen weiteren Übergriff nicht unbeantwortet lassen.

Kampagne „Für ein Libertäres Zentrum in Magdeburg“

Piraten-Bauwochenende 26. bis 28. Juni

Piraten-Bauwochenende

Diese Woche im Squat

Am Mittwoch findet an der Magdeburger Uni und FH der Bildungsstreik statt. Treffpunkt für die Aktionen ist 13 Uhr vor der Uni-Mensa.

Abends wollen Nazis in Halle anlässlich des Jahrestages des 17. Juni 1953 demonstrieren. Verschiedene Gruppen werden versuchen, den Aufmarsch zu verhindern. Ein Zugtreffpunkt wird per Email-Verteiler rungeschickt. (Wenn ihr den nicht bekommt, schaut einfach nachmittags mal im Haus vorbei)

Donnerstag
gibt’s Kino im Squat. Beginn 20 Uhr.

Am Wochenende
wird es in Berlin die Abschlussaktion der Action Weeks 2009 geben. Den ganzen Samstag über werden Freiraum-AktivistInnen versuchen, den leerstehenden Berliner Flughafen Tempelhof zu besetzen und dort einen neuen Freiraum zu schaffen. Wir verstehen uns als Teil der Wir bleiben Alle! Kampagne und werden uns an den Aktionen beteiligen. Deshalb gibt’s am Wochenende keine Veranstlatungen im Haus. Wenn ihr aus irgendwelchen Gründen nicht nach Berlin fahrt, könnt ihr dennoch gerne im Libertären Zentrum vorbeischauen.

Mithilfe benötigt

Hallo, das Organisieren von Festen, Konzerten und VoKü kostet ganz schön viel Kraft. Falls ihr uns unterstützen wollt beim Auf- und Umbau, bei Aufräumarbeiten, beim Gemüseschnippeln und Kochen etc. pp., oder falls ihr uns einfach mal eine Kanne Kaffee vorbeibringen möchtet (sichert euch noch heute einen Platz in unserem Herzen!): ihr seid willkommen! Wir sind für jegliche Unterstützung dankbar. :)

Kommt einfach am Haus vorbei oder ruft das Infotelefon an.

Vielen Dank!

Feier zum vierwöchigen Bestehen [update]

Am Wochenende wird die Besetzung vier Wochen alt.
Das werden wir feiern!

Freitag, 12. Juni

21 Uhr Punkrock Konzi mit Banal [Tangermünde]

Samstag, 13. Juni

Ab 19 Uhr gibt’s Vokü, Musik und eine kleine Infoveranstaltung über die derzeitige Situation im Squat

Ab 21 Uhr Live-Hardcore, u.a. mit The Lines We Cross [Leipzig] und dem Liedermacher Fidl Kunterbunt [Berlin]

Eintritt auf Spendenbasis.

fidl

Diskussionsveranstaltung zum Konflikt zwischen AntifaschistInnen in Magdeburg

In den letzten Wochen wurden wir von verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen nach unserer Position gegenüber der Gruppe „Zusammen Kämpfen“ gefragt. Die Nachfragen beziehen sich auf den Konflikt zwischen israelsolidarischen und antiimperialistischen AntifaschistInnen, der seit einigen Jahren in Magdeburg besteht und zum Teil mit Gewalt ausgetragen wurde.

Wir als Kampagne „Für ein Libertäres Zentrum in Magdeburg“ wollen uns inhaltlich zu dem Konflikt nicht positionieren. Jedoch bieten wir Raum für Diskussionen und Veranstaltungen, um Debatten führen zu können mit dem Ziel, den Konflikt auf eine inhaltliche Ebene zurückzuführen.

Definitiv werden wir keinerlei Angriffe, Pöbeleien oder Beleidigungen im Libertären Zentrum oder außerhalb davon dulden. Wir erwarten, dass inhaltliche Differenzen respektvoll und gewaltfrei ausgetragen werden. Wer das nicht kann oder will, hat hier nichts verloren. Falls solche Dinge vorkommen, sollten sie durch die Betroffenen direkt hier zur Sprache gebracht werden.

Um die Diskussion über den Umgang innerhalb antifaschistischer Strukturen voran zu bringen, laden wir alle beteiligten und interessierten Gruppen zu einem Treffen ins Libertäre Zentrum ein. Wer Interesse an der Diskussion hat, kann uns anschreiben, um Datum und Uhrzeit zu erfahren.

nkotb zum libertären zentrum

auch kritische anmerkungen wie voll gegen die wand lesen wir natürlich gerne.