Vortrag und Diskussion mit Mirjam Anschütz | Montag, 6. September 2010 | 20:00 Uhr
Über 80% der Bevölkerung sprechen sich gegen die grüne Gentechnik aus. Aus gutem Grund, denn die Gefahren dieser Technologie sind nach wie vor nicht abschätzbar. Einmal in die Umwelt ausgebracht, können die genmanipulierten Konstrukte nicht mehr zurück geholt werden. Doch wie ist das bei sogenannter Sicherheitsforschung, wenn Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Organismen als wissenschaftlich deklariert werden? Das klingt vertrauenswürdig… oder?
(mehr…)
Vortrag und Diskussion mit Annika Butz | Dienstag, 31. August 2010, 19:30 Uhr
wollen wir im L!Z auf die Krisen des jungen kongolesischen Staates zurückblicken, versuchen, sie u.a. anhand von Ausschnitten aus dem Spielfilm ‚Lumumba‘ (Raoul Peck, Kongo 2000) zu verstehen und an Patrice Lumumba erinnern:
„Die Demokratische Republik Kongo wird in der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft mit Krieg, Korruption, Kindersoldaten und Chaos assoziiert. Vor allem im Sub-Saharischen Afrika ist das zentral-afrikanische Land dagegen untrennbar mit dem Namen einer zentralen politischen Figur dieses Landes verbunden: Patrice É. Lumumba, Teil der Unabhängigkeitsbewegung, Hoffnungsträger und erster Präsident des unabhängigen Kongo. Patrice Lumumba wurde nur kurz nach seiner Ernennung zum Präsidenten – unter Mitwirkung des CIA und des belgischen Geheimdienstes – ermordet. Getrauert wurde nicht nur im Kongo, sondern auch in den benachbarten Staaten, in denen an ihn in Gedichten erinnert wird und in denen Grundschulen bis heute seinen Namen tragen.
Tragische Folgen hatte die Ermordung Lumumbas vor allem für den Kongo selbst. Mit Unterstützung der USA putschte sich im September 1960 Mobutu an die Macht und verfestigte seine Stellung später in Form einer jahrzehnte langen Diktatur. Inzwischen sind 50 Jahre vergangen.“
Annika Butz, Mitarbeiterin der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt beim Miteinander e.V., hat Politikwissenschaften mit regionalem Schwerpunkt Sub Sahara Afrika in Berlin und Dar-es-Salaam studiert.
Eine erfolgreiche, schöne Woche liegt hinter uns. Zusammen mit einigen Helfern haben wir so einiges am Haus gebastelt.
Die Küfa-Küche wurde entkernt, um in absehbarer Zeit regelmäßige Küfas stattfinden lassen zu können. Sicher werden wir dort in der zweiten Bauwoche im September wunderbar kochen und essen.
Außerdem wurde ein Gitter zusammengeschweißt, welches nun über unserem Tor hängt, um auch über diesen unbequemen Weg keinen ungebetenen Besuch zu kriegen.
Um im Winter nicht unnötig viel zu heizen, wurden Fenster ausgebessert, eingeölt und neu gekittet. Auch die zweite Gaube ist nun abgebaut, das Dach an der Stelle repariert und verschweißt.
Ausklingen lassen konnten wir die Bauwoche mit einer Geburtstagsfeier im L!Z mit Musik, gutem Essen und vielen witzigen Leuten.
1000 Dank an die Unterstützung, die wir bekommen haben. Wir freuen uns schon auf die nächste Bauwoche. Wir würden uns sehr freuen, wenn noch mehr Leute den Weg ins L!Z finden, um uns zu unterstützen. Los geht’s am 13. September.
L!Z renovieren! Deutschland abreißen! :)
WIR BAUEN ALLE
Auch wenn mensch es von außen nicht sieht, haben wir im L!Z gerade einige Baustellen abschließen können. Besonders freuen wir uns über die neuen Projekträume: So konnte das Blaue Welt Archiv vom Thiembuktu zu uns umziehen – ab sofort könnt ihr das BWA für Recherche zu sämtlichen linken Themen nutzen und einiges an anarchistischer Literatur ausleihen. Vorerst wird es keine regelmäßige Öffnungszeit geben. Für Anfragen schreibt uns einfach eine Mail (squat.magdeburg@gmx.net).
Ebenso ist der Sportraum eingerichtet und wird für regelmäßiges Kampfsport- und Fitnesstraining genutzt. Bei Interesse meldet euch bei uns.
In den letzten Wochen fanden schon einige Siebdruckworkshops statt, die nächsten am Sonntag, dem 05.09.2010, um 13 Uhr und am Mittwoch, dem 29.09.2010, um 15 Uhr.
Wow, da ist ganz schön was los in den kommenden Wochen! Hier einige Hinweise auf Veranstaltungen in anderen Städten:
Die Leute des Left Resistance Wittenberg veranstalten vom 14. bis 25. August Freiraum-Aktionstage, „um nochmal öffentliches Gehör zu erlangen, um Druck aufzubauen und um unsere Solidarität mit allen von Räumung bedrohten Projekten sowie allen Menschen die um selbstorganisierte Räume kämpfen zum Ausdruck zu bringen“. Es wird ein Rahmenprogramm u.a. aus Kundgebungen und Infoveranstaltungen geben.
In der Traumschule findet vom 3. bis 12. September ein Direct-Action-Camp statt. Es sind zahlreiche Workshops geplant, bspw. zum Schweißen, Klettern, Schlösser-Öffnen, Tunnelbau etc.
Vom 10. bis 19. September gibt es in Berlin ein Intersquat-Festival. „Lasst uns zusammen (…) einen selbstbestimmten Freiraum und eine Plattform für die Auseinandersetzung mit verschiedenen Vorstellungen schaffen, Begegnungen initiieren, uns vernetzen und gemeinsam Perspektiven entwickeln.“ Einen (Work-in-Progress-)Zeitplan gibt es hier.
Während der Trashfighter (auch Salbkonaut genannt) auf dem Mariannenplatz als buntbemaltes Zwitterwesen aufzeigt, was man aus Schrott noch machen kann, wird an der Fassade des Libertären Zentrums schonmal der Aufstand geprobt. Doch seht selbst.
Nachtrag: Der Trashfighter wurde mittlerweile leider kaputtgemacht.
anti-authoritarian politics from practice to theory
26. juni 2010 – 18 uhr
Uri Gordons Buch „Hier und Jetzt – Anarchistische Theorie und Praxis“ (Nautilus 2010) ist ein Beitrag zur Debatte zum neuen Anarchismus und zur anarchistischen Praxis. In seiner Studie untersucht Gordon die Entwicklung anarchistischer Gruppen, Aktionen und Ideen der letzten Jahre. Diese von Uri Gordon dergestalt definierte neue anarchistische Bewegung hat erkennbar geringe Berührungspunkte mit dem traditionellen Anarchismus.
Schwerpunkte seines Buches sind die anarchistische (Nicht)Organisation, die Macht in autonomer Politik, Anarchismus und politische Gewalt sowie das Verhältnis des Anarchismus zu nationalen Befreiungsbewegungen.
Referer der letzten 24 Stunden:
- google.com (16)
- antifaburg.blogsport.de (5)














